Lerntipps

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Tipps zum Lernen

Wer kennt das nicht: Du hast ein ganzes Wochenende für eine Prüfung, eine Schularbeit, einen Test etc. gelernt und wenn du dann vor den Aufgaben sitzt, ist manches, was du doch „gekonnt" hast, nicht verfügbar. Es ist also offenbar falsches Lernen, das trotz intensiver Anstrengung nicht zum Erfolg führt.

Lernen scheitert oft an der „falschen Fütterung" unseres Gehirns, dessen Speicher – und Schaltfähigkeit zwar beinahe unbegrenzt, in der zur Verfügung stehenden Lernzeit aber deutlich begrenzt ist.

 

Einige Tipps zur „richtigen Fütterung unseres Gehirns":

Besser behalten wird, was verstanden ist.

Unverstandenes kann allenfalls „mechanisch auswendig" gelernt werden, aber es kann, wenn es überhaupt in unser Langzeitgedächtnis gelangt, dort nicht sinnvoll eingeordnet werden. Meistens wird es auch bereits aus dem Kurzzeitspeicher schnell wieder „ausgesperrt".

Lernstoff mit bisherigem Wissen verbinden!

Besser behalten wird, was nicht „in der Luft hängt".

Isolierte Informationen finden keinen sicheren Halt im Gedächtnis, denn dieses ist ein „feinmaschiges Netz", in dem das Einzelne nur durch Verknüpfung mit dem Ganzen gehalten wird.

Lernstoff in aufnehmbare Einheiten einteilen!

Eine große Stoffmenge kann nicht auf einmal aufgenommen werden. Vielmehr führt die Überfrachtung unseres Gehirns zu Denkblockaden, denn unser Gedächtnis ist keine Festplatte, die in reiner und reihender Form registriert, sondern ein Speicher, in dem jede Information ihren gesicherten Platz finden muss. Und diese Einordnung braucht Zeit und Kraft.

 

Wiederholen, wiederholen...!

Was nur einmal oder flüchtig im Gedächtnis abgelegt ist, wird dort bald verschüttet und vergessen.

Lernstoff gliedern!

Leichter behalten wird, was geordnet ist. Eine Fülle von Details lässt sich auch kurzfristig nur dann verfügbar halten, wenn sie in unserem Gedächtnis durch „Überschriften" Struktur erhält.

Lernstoff zusammenfassen!

Leichter behalten wird, was zusätzlich in „gefilterter Form" in unserem Gedächtnis bewegt wird. Wenn also eine Vielfalt eines Stoffes auf Wesentliches reduziert wird, wird Lernen aktiv. Außerdem erhält unser Gedächtnis zusätzliche Einordnungs – und Abrufhilfen.

 

Lernform variieren!

Besser behalten wird, was auf „unterschiedlichen Wegen" aufgenommen und bewegt wird.

Der Wechsel von innerem „stillen" und lautem Sprechen oder auch von schriftlicher Fixierung zentraler Inhalte „ergreift" den Stoff in verschiedener Weise und macht dadurch den Umgang mit ihm sicherer.

Die Aufnahme und die Verwendung des Lernstoffes, d.h. Lernfähigkeit und Lernerfolg, sind – soweit sie sich auf das Behalten von Verstandenem beziehen – nicht nur abhängig von der Intelligenz des Lernenden, sondern auch von seinen Lerntechniken.

 

© HIHA - 2007